Brandgefahr

Brandgefahr

Vorurteile und Unwissenheit über Brände

Vorurteile und Unwissenheit – eine gefährliche Mischung

Genauso weit verbreitet wie die Vielzahl an Brandursachen sind die Unwissenheit und die Sorglosigkeit, mit der die meisten Personen eine Brandgefahr für sich ausschließen.

„Mir wird schon nichts passieren, ich bin ja vorsichtig“

Ein typischer Irrtum: Auch die aufmerksamsten Zeitgenossen sind nicht vor den nächtlichen Gefahren und der Vielzahl aller möglichen Brandursachen geschützt. Im Falle eines Brandes kann sich besonders in der Nacht niemand darauf verlassen, von seinen Nachbarn oder Haustieren gewarnt zu werden.

„Es wird ja erst nach einigen Minuten gefährlich, da bleibt mir genug Zeit, mich in Sicherheit zu bringen“

Besonders oft wird die zur Verfügung stehende Zeit, um sich vor einem Brand in Sicherheit zu bringen, überschätzt. Die meisten glauben, dass eine Zeitspanne von einigen bis sogar über zehn Minuten vergeht, bevor es gefährlich wird. Eine lebensbedrohliche Fehleinschätzung: Denn auch bei normalen Zimmerbränden entstehen schon kurz nach Brandausbruch große Mengen hochgiftiger Gase und tödliche Temperaturen. Es bleiben nur 2-4 Minuten zur Flucht.

„Bevor mich ein Feuer verletzen kann, wird mich die Hitze schon wecken.“

Der größte anzutreffende Irrtum: Denn weit gefährlicher als Flammen oder Hitze ist der Brandrauch. Schon nach wenigen Minuten erreichen die bei Bränden freigesetzten Gase lebensbedrohliche Konzentrationen, die schon nach kürzester Zeit zum Erstickungstod führen.

„Unsere Häuser sind ja aus Stein, nicht aus Holz gebaut. Da brennt nichts.“

Irrtum: Es entzündet sich fast immer zuerst das Inventar. Möbel und Ausstattung der Wohnung brennen hervorragend – Schaumstoffe und PVC entwickeln bei einem Brand zudem hochgiftige, ätzende Dämpfe, die die tödliche Wirkung des Kohlenmonoxids noch verstärken.