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Helfen macht Spaß

In Luxemburg gibt es nur in der Hauptstadt eine Berufsfeuerwehr. In allen anderen Gemeinden des Großherzogtums gibt es freiwillige Feuerwehren. In der Gemeinde Mersch gibt es 4 eigenständige Feuerwehren, welche seit vielen Jahren im Rahmen der „Entente“ zusammen gearbeitet haben. Diese Zusammenarbeit wird noch intensiver im neuen „Centre d’intervention Mersch“, dem neuen gemeinsamen Gerätehaus. In Mersch gibt es also 4 freiwillige Feuerwehren. Hier engagieren sich über 100 Menschen ehrenamtlich, um anderen Menschen in akuter Not zu helfen. Und sie alle machen fast täglich die Erfahrung: Anderen zu helfen, das kann sehr befriedigend sein und macht Spaß.

Ein Hobby das Sinn macht

In der Freiwilligen Feuerwehr mitmachen, das heißt, seine Freizeit in den Dienst einer guten Sache zu stellen. Feuerwehr – das ist schnelle und unbürokratische Hilfe für Menschen in akuter Not. Ohne Ansehen der Person, der Hautfarbe oder der Religion. Die Feuerwehr und ihre Mitglieder genießen deshalb zu recht ein hohes Ansehen in der Bevölkerung.

Den Horizont erweitern

Das breite Spektrum an Einsätzen erfordert von den Freiwilligen Feuerwehrleuten ein hohes Maß an Kenntnis der möglichen Gefahren, der vielen Spezialgeräte und der Einsatztaktik. In der Feuerwehr und auf kantonaler Basis erhalten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute eine fundierte Grundausbildung und können darüber hinaus viele Spezialausbildungen machen, sei es auf kantonaler Basis oder an der Nationalen Feuerwehrschule. In der Wehr werden regelmäßig Unterrichte und Übungen durchgeführt. Viele der Kenntnisse und Erfahrungen, die man bei der Freiwilligen Feuerwehr erwirbt, lassen sich auch im privaten Alltag oder im Beruf einbringen.

Katastrophenschutz

Bei Hochwassern, großen Waldbränden und anderen Katastrophen bildet die Freiwillige Feuerwehr eine wichtige Stütze in der Hilfe. Sie verfügt über eine dementsprechende Ausrüstung. Bei Bedarf wird sie auch unterstützt von Nachbarwehren und dem nationalen Zivilschutzzentrum aus Lintgen, welches nur wenige Minuten entfernt ist. Immer wieder übt die Freiwillige Feuerwehr die Bewältigung von Katastrophen in realistischen Übungen.

Wann kommt die Freiwillige Feuerwehr?

Die Einsätze der Feuerwehr sind vielfältig. Die Brandbekämpfung stellt nur ca. 20% der Einsätze dar. Die meisten Einsätze sind technischer Natur. Dies können sein:

  • Befreien von Menschen in Notlagen (Aufzüge)
  • Hilfeleistung Ambulanz
  • Ölspur,
  • Sturmschäden,
  • Tierrettung
  • Türöffnung
  • Überschwemmungen
  • Verkehrsunfälle,
  • und viele andere mehr

Neue Freunde finden

Bei uns wird Kameradschaft noch groß geschrieben. Individualisten sind hier fehl am Platze. Was zählt ist das Team. Denn im Einsatz müssen alle Hand in Hand arbeiten. Und gegenseitig auf einander aufpassen. Das alles schweißt zusammen und lässt häufig neue Freundschaften entstehen.

Frauen an den Brandherd!

Einige Frauen stehen in den Freiwilligen Feuerwehren „ihren Mann“. Sie beweisen tagtäglich, dass Feuerwehr nicht mehr allein Männersache ist. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der Feuerwehrdienst für Frauen zu schwer sei. Natürlich sind gute Gesundheit und Fitness Voraussetzungen für die Aufnahme in die Freiwillige Feuerwehr. Aber grundsätzlich gibt es bei der Feuerwehr nichts, was eine Frau nicht auch tun könnte.

Nur die Fitten fahren zum Feuer!

Gesundheit und körperliche Fitness sind das A und O im Feuerwehrdienst. Denn nur wer selbst fit ist kann anderen in extremen Situationen helfen. Entsprechend hoch sind die gesundheitlichen und körperlichen Anforderungen an unsere Bewerber. Wer sich bei der Freiwilligen Feuerwehr bewirbt, sollte gesund und sportlich aktiv sein, sich gesund ernähren und keine Suchtmittel konsumieren.

FAQs Fragen rund um die Freiwillige Feuerwehr

Muss ich einen Beruf gelernt haben?

Nein. Ein bisschen handwerkliches Geschick sollten die Interessenten jedoch mitbringen.

Muss ich die Luxemburger Nationalität haben?

Nein, jedoch sind Kenntnisse der Luxemburger Sprache wichtig. Bei Übungen oder Einsätzen ist die Umgangssprache „Luxemburgisch“. Die Lehrgänge sind meistens in deutscher Sprache geschrieben. Einige Dokumente (Gesetzestexte, Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes) sind auch in französischer Sprache.

Zur Zeit sind ca 10 verschiedene Nationalitäten in unseren 4 Wehren vertreten.

Kostet mich die Schutzkleidung etwas?

Schutzkleidung und Uniform werden von der Feuerwehr kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bei Eintritt in die Wehr erhält das neue Mitglied nur eine minimale Ausrüstung. Eine komplette Ausrüstung erhält man erst nach bestandener Grundausbildung, da man erst nach bestandener Grundausbildung und dem ärztlichen Zeugnis zum Einsatz zugelassen ist.

Kostet mich die Ausbildung etwas?

Die Feuerwehr übernimmt auch die Kosten für Ihre Ausbildung bei der Feuerwehr.

Wo findet die Ausbildung statt?

Die Ausbildung findet im Prinzip im Gerätehaus in Mersch statt, die praktische Ausbildung findet jedoch an verschiedenen Orten statt.

Weiterführende Ausbildung wird auch auf kantonaler, respektive regionaler Basis angeboten, sowie an der Nationalen Feuerwehrschule in Niederfeulen. Rettungslehrgänge werden angeboten an der nationalen Zivilschutzschule in Schimpach. Atemschuzgeräteträger absolvieren auch eine Ausbildung im RAGTAL, einer grossen Übungsanlage in der Nähe von Mertert-Wasserbillig.

Wie lang ist die Ausbildung?

Die Grundausbildung (FGA-1) wird in mehreren Abend- oder Tageskursen durchgeführt und umfasst 13 Themengebiete. Sie muss nach Eintritt in die Feuerwehr innerhalb von zwei Jahren absolviert werden. Binnen 5 Jahren nach dem Eintritt muss man den BAT-1-Lehrgang an der nationalen Feuerwehrschule absolviert haben. Auch kann man noch weitere Lehrgänge in der Wehr, auf regionaler oder auf nationaler Basis besuchen. Bei der Feuerwehr gilt das Motto „Life-long-learning“.

Bin ich bei der FF gegen Unfälle versichert?

Ja und zwar über die gewerbliche Unfallversicherung.

Wie ist das mit ärztlicher Untersuchung?

Bei Eintritt in die Wehr und dann anschliessend alle 4 Jahre wird man im „Medico-Sapeur“ feuerwehrärztlich untersucht. Dort stellt der Arzt fest, für welche Posten der Kandidat, vom medizinischen Standpunkt, geeignet ist.

Gibt es eine Aufwandsentschädigung?

Nein es gibt keine Aufwandsentschädigung. Erst seit Kurzem gibt es eine kleine  Aufwandsentschädigung für die freiwilligen Mitarbeiter des Zivilschutzes. Eine ähnliche Aufwandsentschädigung ist zurzeit auch für die Feuerwehren in der Diskussion.

Welche freiwillige Feuerwehr kommt für mich in Frage?

Grundsätzlich kommt für Sie die freiwillige Feuerwehr in Betracht, die Ihrem Wohnort am nächsten liegt.